Ein einfacher Leitfaden zu den gängigsten Zahnformen
Was ist Zahngeometrie?
Die Zahngeometrie eines Sägeblatts beschreibt die Form, den Winkel und die Anordnung der Schneidzähne auf einem Kreissägeblatt.
Je nach Werkstoff und Schnittrichtung ist die Wahl der richtigen Zahnform entscheidend, um saubere Schnitte, glatte Oberflächen und eine stabile Schnittleistung zu erzielen.
Zu den wichtigsten Konstruktionsmerkmalen eines Sägeblatts gehören vor allem diese drei Faktoren:
- Zahngeometrie
- Anzahl der Zähne
- Zahnwinkel
In diesem Leitfaden konzentrieren wir uns auf die Zahngeometrie (Zahnform), da sie die Schnittqualität, Spanbildung, Vorschubgeschwindigkeit und Standzeit direkt beeinflusst.
Die gebräuchlichsten Zahngeometrien
FZ – Flachzahn
Flachzähne werden hauptsächlich für Längsschnitte entlang der Holzfaser und für hohe Spanabnahme eingesetzt.
Typische Anwendungen:
- Längsschnitt in Massivholz
- Zerspanungsanwendungen in Holz
WZ – Wechselzahn
Bei der Wechselzahnform wechseln sich links und rechts angeschliffene Zähne ab, wodurch Holzfasern sauberer geschnitten werden können.
Typische Anwendungen:
- Querschnitt
- Allgemeine Holzbearbeitung
- Metallbearbeitung
Eckwinkel > 20°: H-ATB (Hoch Wechselzahn) für besonders feine Schnitte.
FZ/TR – Flachzahn–Trapezzahn
Diese Zahngeometrie wechselt zwischen einem Trapezzahn und einem Flachzahn und bietet dadurch hohe Schneidkantenstabilität sowie eine stabile Oberflächenqualität.
Typische Anwendungen:
- Plattenaufteilung
- Allgemeine Holzbearbeitung
- Bearbeitung von Nichteisenmetallen
Weitere Zahngeometrien für die Holzbearbeitung
KON/FZ – Konisch-Flachzahn
KON/WZ – Konisch-Wechselzahn
Konisch ausgeführte Zähne für Vorritzsägeblätter, die vor dem Hauptschnitt saubere Plattenkanten gewährleisten.
HZ/DZ – Hohlzahn-Dachzahn
Hohlgeschliffene Zähne in Kombination mit einem umgekehrten V-Profil.
Typische Anwendungen:
- melaminbeschichtete Platten
TR – Trapezzahn
Eine verstärkte Trapezzahngeometrie mit hoher Schlagfestigkeit.
Typische Anwendungen:
- Platten mit eingebetteten Metallelementen
TR/TR – Trapezzahn-Trapezzahn
A double trapezoidal teeth design offering high impact resistance.
Typical applications:
- Solid Surface
- Demolition processing
L / R - Links- oder Rechtsschrägzahn (ES, einseitig spitz)
Einseitig geschliffene Zähne, die einzeln oder in Kombination verwendet werden können. Typische Zahnfolgen sind zum Beispiel 3L+1R oder 3R+1L.
Typische Anwendungen:
- Besäumen
- Zerspanen
Kombinierte Zahnformen
Um bei unterschiedlichen Materialien optimale Schnittergebnisse zu erzielen, werden kombinierte Zahngeometrien häufig eingesetzt.
LRS (FT/WZ, Flachzahn-Wechselzahn)
Kombiniert Wechselzahn- und Flachzahnform.
Typische Anwendungen:
- Zerspanen
- Nuten
ABABR (4+1-Zahnfolge)
Eine wiederkehrende Zahnfolge aus zwei Wechselzähnen und einem Flachzahn, mit 0° Achswinkel.
Typische Anwendungen:
- Winkelschnitte auf Kappsägen
LRLRS (4+1-Zahnfolge)
Eine wiederkehrende Zahnfolge aus zwei Wechselzähnen und einem Flachzahn, mit 5° Achswinkel.
Typische Anwendungen:
- Schneiden von Plexiglas (PMMA)
- Präzises Besäumen
Zahngeometrien, die häufig für die Metallbearbeitung verwendet werden
Unterschiedliche Anwendungen in der Metallbearbeitung erfordern spezifische Zahngeometrien, um Wärmeentwicklung, Schlagbelastung und Spanabfuhr zu kontrollieren.
Die folgenden Ausführungen werden häufig bei Metallkreissägeblättern eingesetzt, um Schnittstabilität und Oberflächenqualität sicherzustellen.
T2 (AD)
Flachzähne mit abwechselnd links- und rechtsseitigem Fasenanschliff an der Zahnbrust.
Typische Anwendungen:
- Nichteisenmetalle
- Aluminiumbearbeitung
CC = Modifizierter Wechselzahn
Wechselzahn mit angefaster Zahnspitze.
MCC = Modifizierter CC
Wechselzahn mit flacher angefaster Zahnspitze.
CTC = California Triple Chip
Eine Kombination aus CC-Zahnform und Trapezzahn.
CB = Chip Breaker
Wechselzahn mit zwei flachen Fasen.
CBD
CB-Zahnform in Kombination mit einem Trapezzahn zur verbesserten Spankontrolle.
Die Wahl der Zahnform spielt eine entscheidende Rolle für die Schnittleistung, da jede Geometrie für bestimmte Werkstoffe und Schneidanforderungen ausgelegt ist. Das Verständnis dieser Unterschiede hilft dabei, saubere Ergebnisse, längere Standzeiten und einen stabilen Betrieb sicherzustellen. Es gibt keine universell „beste“ Zahnform — sondern nur die für Ihre Anwendung am besten geeignete Wahl.